Ein Blick in die Praxis – wie eine Sitzung abläuft

 


Handauflegen in der Praxis – so läuft eine Sitzung ab

Von Begrüßung bis Abschluss: So gestaltet sich eine Handauflegen-Sitzung – respektvoll, ruhig und individuell.

Einleitung

Viele Interessierte fragen sich: „Wie läuft eigentlich eine Sitzung im Handauflegen ab?“ Transparenz schafft hier Vertrauen. Deshalb möchte ich einen Einblick geben, wie ich persönlich eine Sitzung gestalte – von der Begrüßung bis zur Verabschiedung.

Begrüßung & Vorgespräch

Nach der Begrüßung gibt es ein kurzes Vorgespräch. Der Klient schildert, warum er Handauflegen erleben möchte – sei es wegen Stress, Schmerzen, Trauer oder innerer Unruhe. Wichtig ist mir, klarzustellen: Handauflegen ersetzt keine ärztliche Behandlung und keine Heilpraktiker-Therapie. Medikamente und ärztliche Anweisungen sind selbstverständlich weiter zu befolgen.

Rahmenbedingungen

Eine Sitzung kann bei mir im Praxisraum mit spezieller Liege stattfinden oder beim Klienten zuhause. Die Atmosphäre ist ruhig, entspannt und geschützt. Vor Beginn frage ich immer nach dem Einverständnis: Soll ich die Hände direkt auflegen oder in kleinem Abstand halten? Besonders sensible Zonen wie Kopf, Herz oder Bikinizone werden grundsätzlich nur im Abstand behandelt.

Das Handauflegen selbst

Das Handauflegen erfolgt wahlweise im Sitzen oder im Liegen:

  • Sitzend: ca. 20–25 Minuten
  • Liegend: bis zu ca. 45 Minuten

Ich folge einer klaren Reihenfolge, in der ich die Hände auf verschiedene Bereiche lege. Dabei konzentriere ich mich auf eine achtsame innere Haltung und auf den Menschen, der vor mir sitzt oder liegt.

Abschluss & Nachgespräch

Zum Abschluss frage ich lediglich, ob alles in Ordnung war. Oft erzählen Klienten von ihren Empfindungen während der Sitzung – manchmal von Ruhe, Wärme oder innerer Klarheit. Wenn jemand lieber schweigen möchte, ist das ebenso in Ordnung. Danach erfolgt eine ruhige Verabschiedung.

Fazit

Eine Sitzung im Handauflegen folgt einer klaren Struktur, ist aber immer individuell geprägt. Sie lebt von Respekt, Achtsamkeit und der stillen Kraft der Berührung. Für viele Menschen entsteht so ein Raum der Ruhe, der Vertrauen und Entlastung schenkt.

Hinweis: Handauflegen ersetzt keine ärztliche Behandlung und es werden keine Heilversprechen gegeben.

Serie „Handauflegen“ · Teil 12 · Autor: Peter Sandner

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